Katzen sind Meister darin, uns in Selbstfürsorge zu schulen. Am 8. März ist Internationaler Frauentag, und am 9. März Frauenstreiktag. Zwei Tage, die daran erinnern sollen, wie viel Frauen jeden Tag leisten. Oft selbstverständlich, oft unsichtbar.

Wenn ich an meine Arbeit als Katzenverhaltensberaterin denke, fällt mir in diesem Zusammenhang etwas auf, das sich erstaunlich häufig wiederholt. Die meisten Menschen, mit denen ich arbeite, kümmern sich um alles: um Arbeit, um Familie, um Termine und Verpflichtungen, und natürlich auch um ihre Katzen. Viele sind dabei ausgesprochen fürsorglich mit anderen – aber erstaunlich streng mit sich selbst.

Und genau an dieser Stelle unterscheiden sich Katzen von uns Menschen.

Katzen kümmern sich durchaus umeinander. Sie putzen sich gegenseitig, schlafen eng beieinander, suchen Nähe, wenn ihnen danach ist. Aber sie verlieren dabei nie aus dem Blick, dass sie selbst ebenfalls ein Wesen sind, das Fürsorge verdient. Sie schlafen, wenn sie müde sind, sie ziehen sich zurück, wenn ihnen etwas zu viel wird, und sie setzen sehr klar Grenzen, wenn ihnen etwas nicht passt. Ohne Drama, ohne schlechtes Gewissen, einfach weil es für sie selbstverständlich ist.

Vielleicht ist das eine der wichtigsten Lektionen, die Katzen uns beibringen können: Fürsorge beginnt nicht bei anderen. Sie beginnt bei uns selbst.

Gerade bei Angst- oder Stresskatzen beobachte ich immer wieder etwas Spannendes. Viele dieser Katzen leben mit Menschen, die permanent über ihre eigenen Grenzen gehen. Menschen, die erschöpft sind, angespannt oder innerlich unter Druck stehen, weil sie das Gefühl haben, alles gleichzeitig tragen zu müssen. Katzen sind erstaunlich feinfühlige Beobachter solcher Zustände. Sie nehmen die innere Spannung ihres Menschen oft schneller wahr, als dieser sie selbst erkennt.

Vielleicht ist der 8. März deshalb auch eine kleine Erinnerung an etwas sehr Einfaches. Ein bisschen mehr Fürsorge – für uns selbst. Und für die kleinen Wesen, die mit uns leben. Manchmal beginnt Veränderung nicht mit großen Entscheidungen oder radikalen Vorsätzen. Manchmal beginnt sie einfach damit, dass wir uns erlauben, kurz innezuhalten. Und manchmal beginnt sie damit, dass jemand uns daran erinnert, dass wir nicht alles alleine tragen müssen.

Genau deshalb arbeite ich in meiner Beratung nie nur mit Katzen. Ich arbeite immer auch mit den Menschen, die mit ihnen leben. Denn Katzen spiegeln oft sehr ehrlich, wie es ihrem Menschen wirklich geht – und umgekehrt.

Wenn du beim Lesen gemerkt hast: „Wow, hier werde ich als (berufstätige, selbständige, alleinerziehende, etc.) Frau gesehen“, dann bist du bei mir genau richtig. Und falls dir gerade der Gedanke kommt, dass ich vielleicht genau die richtige Person bin, um dich und deine Katze zu begleiten, freue ich mich, in meiner ganzheitlichen Beratung für dich da zu sein.

Wenn du mehr von dieser Sorte Klartext lesen möchtest, schnapp dir meine Katzenpost und verpasse keinen Artikel mehr. Keine Sorge – ich werde dich nicht vollspammen.

Und falls du gerade Lust hast, noch ein wenig weiter durch Katzenwissen zu stöbern: In meinem Wissensraunen findest du viele weitere Beiträge rund um Verhalten, Gesundheit und das Zusammenleben mit Katzen.